Therapieablauf

Nach Terminvereinbarung, findet im Vorfeld der Behandlung ein Erstgespräch statt, in dem wir uns gegenseitig kennen lernen und Sie Ihre Problemstellung beschreiben.

In der darauffolgenden Anamnese und ergotherapeutischen Befunderhebung werden unterschiedliche therapeutische Interventionen eingesetzt. Diese dienen der gemeinsamen Formulierung der Ziele, die wir zusammen erarbeiten und an die wir später unsere ergotherapeutische/ traumasensible Behandlung anlehnen werden.
Anschließend wähle ich das passende Behandlungskonzept in der Therapieplanung aus.

Durchführung der Therapie:
Eine Therapieeinheit dauert zwischen 45 bis 60 Minuten. Um den größtmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, bekommen sie auch Übungen / Anleitungen mit nach Hause. Die Behandlung ist individuell abgestimmt.
Für den Behandlungserfolg ist die interdisziplinäre Kooperation von Bedeutung. Ich erstelle, auf Wunsch, einen Therapiebericht an den verordnenden Arzt oder Psychotherapeuten. Finden bei Ihnen zusätzliche andere Therapien statt, nehme ich gerne Kontakt zu ihren Therapeuten auf.

Ergotherapeutische Möglichkeiten

Durch gezielte Aktivitäten und Übungen, Steigerung der Handlungskompetenz, der Sinneswahrnehmung, der Motorik und konzentrativen Fähigkeiten der Kinder

Mögliche Therapieziele:

  • Aufholen von Entwicklungsrückständen
  • Verbesserung der Handgeschicklichkeit und Schreibmotorik
  • Körperbezogene Wahrnehmung unter Einsatz von verschiedenen Entspannungstechniken
  • Steigerung der ADL-Fertigkeiten (= Aktivitäten des täglichen Lebens; lebenspraktischen Fähigkeiten zu Hause / Kindergarten / Schule / Freizeit / Arbeit)
  • Steigerung der Konzentrationsleistung / Aufmerksamkeit / Ausdauer
Traumapädagogische Ansätze

Anpassung von pädagogischen Methoden und Techniken, um traumatisierten Klienten bestmöglich zu unterstützen.

Mögliche Therapieziele:

  • Aufklärungsarbeit zum Thema Trauma und Auswirkungen
  • Ressourcenorientierte Stabilisierung: Gedankliche Verankerung des „sicheren Orts“ über beidseitige Reizstimulation der Gehirnhälften
    (Der sichere Ort dient als Schutzzone, er kann in der Vorstellung existieren oder tatsächlich physisch vorhanden sein. Er dient dazu emotionale Wunden heilen zu können. In der Traumapädagogik wird mit dem Betroffenen gemeinsame ein sicherer Ort geschaffen, um emotionale Sicherheit zu fördern und Bewältigungsfähigkeiten zu stärken)
  • Therapeutische Maßnahmen und kreative Aktivitäten, um die Kommunikation und Verarbeitung von Traumata zu erleichtern
Selbstwertgefühl und Selbstkonzept

Mögliches Therapieziel:

  • Steigerung der Selbstwirksamkeit durch kompetenzzentrierte „unterstützen vorhandener Fähigkeiten“- , interaktionelle- „im Du, in der Qualität von zwischenmenschlichen Beziehungen“ und ausdruckszentrierte Methoden – „kreativ gestalterische Methode zur Selbstentfaltung ohne Bewertung“
  • Steigerung des Selbstvertrauens / Selbstbewusstseins
Ressourcenorientierte Arbeit

Fokussierung auf die Stärkung vorhandener Fähigkeiten, um die individuelle Widerstandsfähigkeit zu fördern.

Emotionale Regulation

Unterstützung bei der Entwicklung von Bewältigungsstrategien, um Emotionen besser zu verstehen und zu regulieren.

Mögliche Therapieziele:

  • Verbesserung von Verhaltensauffälligkeiten (z.B. ADHS)
  • Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit
  • Verbesserung der Frustrationstoleranz
Soziale Fähigkeiten

Mögliches Therapieziel:

  • Soziales Kompetenztraining (im Einzel- oder Gruppensetting)
Elternberatung

Beratung und Anleitung der Eltern nach individueller Zielvereinbarung.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Kooperation mit anderen Fachleuten wie Psychologen, Sozialarbeitern und Lehrern, um eine umfassende Betreuung zu gewährleisten.

Teamtraining
  • Psychoedukation Trauma
  • Chancen und Grenzen der Traumapädagogik
  • Anwendungsmöglichkeiten im pädagogischen / erzieherischen Alltag